St. Hubertus, Itter

St. Hubertus: über 1000-jähriges Spiegelbild des Lebens am Rhein

St. Hubertus, Itter
St. Hubertus, Itter

Wie sich in einem kleinen Tautropfen die gesamte Umwelt spiegelt, so sind „Itter“ und seine romanische Kirche ein Spiegelbild der kirchlichen, gesellschaftlichen und naturbedingten Abläufe und Veränderungen der letzten 1000 Jahre. Denn - was in Itter geschah, gab bzw. gibt es auch ringsum: Christianisierung, Stilwandel, Kriege, Naturkatastrophen, Idylle, Industrialisierung, Oasen und ähnliches.

Umfeld und Entwicklung

799       „Alt St. Martin“ in Düsseldorf-Bilk wird Pfarrkirche

800       Karl der Große wird zum Kaiser gekrönt

904       Himmelgeist wird erstmals urkundlich erwähnt

1100        ca. - entsteht in Itter die erste Kirche

1150    wird Itter erstmals erwähnt

Die ältesten Teile von St. Hubertus, Itter stammen mit größter Wahrscheinlichkeit aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Als Gründer ist das Kaiserswerther Stift zu betrachten. Ebenfalls dürfte das Kloster Vilich (heute rechtsrheinischer Stadtteil von Bonn), das in Itter Ländereien besaß, wesentlichen Einfluss auf den Ort und die Kirche ausgeübt haben. Die Äbtissin Elisabeth von Vilich gründete 1185 in Gräfrath ein Damenstift und ein Kloster. Dort entspringt der Itterbach, der bis zum Bau des Benrather Schlosses auch durch Itter floss und dem Ort Itter seinen Namen gab.

1197    wird Düsseldorf erstmals erwähnt

1206    erhält Düsseldorf eine eigene Pfarrstelle

1288    Düsseldorf wird zur Stadt erhoben

1492    wird die Pfarre Itter erstmalig urkundlich erwähnt und bildete mit Holthausen eine Pfarr- und Landgemeinde.

1574    wird Mathias Degen als erster Pastor von Itter genannt.

1623    findet zum ersten Mal die Gottestracht in Itter statt. Noch heute feiert man sie am Sonntag nach Christi Himmelfahrt.

1624    Mit Petrus a Kayr kam ein Seelsorger nach Itter, der in seinen Kirchenabrechnungen so viele historische Begebenheiten verflocht, dass wir heute ein fast komplettes Bild der unruhigen Jahre des 30jährigen Krieges in Itter besitzen. Ort und Kirche wurden mehrmals geplündert. Er berichtet:

Am 15. Mai 1629 kamen in Folge des Kleveschen Erbfolgestreites brandenburgische Truppen, die in Soest lagen, unter Oberst Walzano de Genth, um noch nicht gezahlte Kontribution beizutreiben. Zuerst hatten sie den Wadenhof, der damals dem Pfarrer als Wohnung diente, ausgeplündert. Dann wurden alle Häuser und die Kirche aufgeschlagen. Aus der Kirche hätten die Soldaten Kelch, Ziborien, Krone und Rock unserer lieben Frau, Messgewänder, Vorhänge, Corporalien und Messbücher geraubt. Schließlich hätten die Reiter, weil dies nicht ausreichend war, ihn selbst und vier weitere nach Soest entführt. Zwischen Itter und Himmelgeist sei dann der Reiter gestürzt und habe eine geraubte Monstranz einer Frau gegeben, mit der Bitte, sie wieder nach Itter zurückzubringen. Nach zweiwöchiger Gefangenschaft kehrte der Pfarrer nach Itter zurück und erbettelte in Kaiserswerth die für die geistlichen Verrichtungen notwendigen Gegenstände.

1642    wütete die Pest in Itter. Der Pfarrer und viele Einwohner fielen ihr zum Opfer. 1716 großer Eisgang auf den Rhein - Dammbruch in Itter

1756    Schloss Benrath wird gebaut und der Itterbach in diesem Zuge umgeleitet. Heute fließt er am westlichen Rand des Benrather Schlossparks (Rheinterrasse Benrath) in den Rhein.

 

Umfeld und Entwicklung

1794    Die französische Revolution brachte Krieg und Plünderung nach Itter. Der gesamte Kirchenschatz (u. a. auch die zuvor erwähnte Monstranz) wurde geraubt.

1815    Der „Kirchhof“ (die Grablege um die Kirche) wird aufgelöst.

1862    Die Kirche wird restauriert und erweitert.

1875    Gründung des Kirchenchores „Cäcilia Itter“; angestoßen durch den „Kulturkampf zwischen der Regierung Preußens und der katholischen Kirche im Rheinland

1906    Mit dem Bau der neugotischen St. Josephs Kirche wird Holthausen selbständige Pfarrei.

1908    die Landgemeinde Itter-Holthausen wird aufgelöst.

1914    St. Hubertus erhält eine neue Orgel.

1924    Die „St. Hubertus-Schützenbruderschaft e. V. Itter“ wird gegründet.

1929    Itter wird mit Benrath nach Düsseldorf eingemeindet.

1931    Die Kirche wird ausgemalt und mit Figuren ausgestattet.

1956    Der ursprüngliche Zustand der Kirche wird wiederhergestellt.

1962    Itter wächst durch Vergabe der ersten Erbbaurechte durch die Gemeinde

1964    Vier neue Glocken werden geweiht.

1975    Das neue Pfarrzentrum wird eingeweiht.

1993    Itter und Holthausen bilden eine Seelsorgeeinheit.

2000    Itter feiert 850 Jahre. Die neue „Weimbs-Orgel“ wird eingeweiht.

 

Sie möchten mehr über St. Hubertus, Itter wissen? Hier können Sie die gesamte Broschüre über unsere Pfarrkirche als PDF-Datei herunterladen.

St. Hubertus, Am Broichgraben 68, 40589 Düsseldorf
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Feiert mit uns! Besondere Gottesdienste für Kinder und Familien der nächsten Wochen

Familienmessen im Düsseldorfer Rheinbogen

Wir laden Sie und Euch herzlich ein:

 

Kleinkindergottesdienste:

 - am 09. Oktober um 10.00 Uhr in St. Maria Rosenkranz

 - am 22. November um 11.00 Uhr in St. Hubertus, Giebelzimmer im Pfarrzentrum

 

Familienmesse zum Erntedankfest mit Tiersegnung:

- am 2. Oktober um 9.30 in St. Maria in den Benden, anschl. Benden-Café + Mitbring-Buffet

 

Getrennte Katechese:

- am 23. Oktober um 9.30 Uhr in St. Maria in den Benden

 

Hl. Messe mit Chor und Band "Neue Wege":

- am 6. November um 18.00 Uhr

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